Die Skisprungschanze in Garmisch Partenkirchen
Die Skisprungschanze Garmisch-Partenkirchen ist eine der bekanntesten Skisprungarenen weltweit und befindet sich am Rande des Ortes, am Fuße des Wettersteingebirge. Sie wurde 1921 erbaut und erhielt mit der Modernisierung 2007 das heutige Aussehen. Jedes Jahr ist sie Austragungsort des Neujahrsspringens im Rahmen der Vierschanzentournee. Die Schanze ist eine der Garmisch-Partenkirchen Sehenswürdigkeiten. Es gibt auch Führungen, bei denen Besucher einen Blick hinter die Kulissen werfen können.



Die Skisprungschanze Garmisch-Partenkirchen ist eine der bekanntesten und spektakulärsten Skisprungschanzen der Welt. Die heutige Schanze wurde im Jahr 2007 fertiggestellt und ersetzte den alten Turm aus dem Jahr 1950. Das Design stammt vom Architekturbüro terrain: loenhart & mayr (München) in Zusammenarbeit mit Sieber + Renn (Sonthofen). Sie befindet sich am Wettersteingebirge im südlichen Teil von Garmisch-Partenkirchen. Die bekannteste internationale Veranstaltung ist das jährliche Neujahrsspringen im Rahmen der Vierschanzentournee. Die Schanze hat eine lange und bedeutende Geschichte im internationalen Skisprunggeschehen und bietet jedes Jahr spannende Wettkämpfe.
Die neue Skisprungschanze in Garmisch Partenkirchen
Die Geschichte der Skisprungschanze in Garmisch-Partenkirchen reicht bis ins Jahr 1921 zurück, als die erste Sprungschanze am Hang des Gudibergs erbaut wurde. Den Namen „Olympiaschanze“ erhielt sie durch die IV. Olympischen Winterspiele 1936. Dafür wurde das heute noch existierende Stadion gebaut. Damals war die Schanze als eine der modernsten ihrer Zeit bekannt und zog mehr als 130.000 Zuschauer an, die das Spektakel im Freien verfolgten, da es noch keine Ränge gab. Der letzte große Umbau fand 2007 statt. Da die alte Schanze nicht mehr den modernen FIS-Anforderungen entsprach, wurde sie am 14. April 2007 gesprengt und in Rekordzeit (weniger als 9 Monate Bauzeit) neu errichtet. Die neue Schanze wirkt durch ihre freitragende Stahlkonstruktion fast schwerelos. Die Fassade besteht aus lichtdurchlässigen Polycarbonatplatten, die nachts von innen beleuchtet werden können.
Technische Daten der Großen Olympiaschanze
Nach dem Umbau 2007 hat die Schanze beeindruckende Dimensionen erreicht, die sie zu einer der größten und herausforderndsten ihrer Art machen. Der Anlaufturm ist eine rund 650 Tonnen schwere Stahlkonstruktion, die spektakulär in einem Stück aufgerichtet wurde. Die Steilheit der Schanze ist beeindruckend: Der Aufsprunghügel hat ein Gefälle von 76 Prozent.
- Anlauf: Turmhöhe von 60,4 Metern, Anlauflänge von 103,5 Metern, mit einer Anlaufgeschwindigkeit von etwa 94,3 km/h.
- Schanzentisch: Höhe von 3,13 Metern und eine Neigung von 11°.
- Hillsize: 142 Meter, mit dem Konstruktionspunkt bei 125 Metern.
Das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen
Die Skisprungschanze ist vor allem durch das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee bekannt. Seit 1922 findet hier das legendäre Neujahrsspringen statt. Jeden 1. Januar kommen Spitzenspringer aus aller Welt nach Garmisch-Partenkirchen, um im Rahmen der traditionsreichen Tournee ihr Können zu zeigen. Das Neujahrsspringen zieht Jahr für Jahr tausende Zuschauer an und ist ein fester Bestandteil der Wintersportsaison. Die Schanze ist auch regelmäßig Schauplatz von Weltcupspringen, bei denen Skispringer aus aller Welt um den Sieg kämpfen. Sie ist bekannt für ihre spektakuläre Architektur und die atemberaubende Aussicht von der höchsten Stelle der Schanze.
Besichtigung der Skisprungschanze Garmisch Partenkirchen
Die Schanze kann im Rahmen von geführten Touren besichtigt werden. Diese dauern in der Regel etwa 2 Stunden und führen dich vom Stadioninneren über den Aufsprunghügel bis hinauf zum Schanzenkopf. Für besonders sportliche Besucher gibt es die Möglichkeit, die 332 Stufen bis zum höchsten Punkt der Schanze zu erklimmen und den atemberaubenden Blick über das Stadion zu genießen.
Die Besichtigungen der Großen Olympiaschanze werden das ganze Jahr über angeboten, wobei die regulären Führungen jeweils am Samstag um 15:00 Uhr starten. In der Zeit von Mai bis September oder Oktober gibt es zusätzliche Termine, sodass man die Anlage auch mittwochs um 18:00 Uhr erkunden kann. In der Hochsaison zwischen Juli und September werden zudem oft montags um 18:00 Uhr weitere Touren durchgeführt. Bitte beachtet jedoch, dass rund um das Neujahrsspringen – also von Ende Dezember bis Anfang Januar – aufgrund des Wettkampfbetriebs keine öffentlichen Führungen stattfinden können.
Wo bei der Skisprungschanze Garmisch-Partenkirchen parken?
Wenn du die Große Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen besuchst, hast du verschiedene Möglichkeiten, dein Auto abzustellen. Hier sind die besten Parkplätze rund um die Skisprungschanze für dich im Überblick:
Parkmöglichkeiten direkt am Stadion
Der zentralste Anlaufpunkt ist der große Parkplatz direkt am Olympia-Skistadion (Karl-und-Martin-Neuner-Platz).
- Lage: Unmittelbar am Stadion und am Auslauf der Schanze.
- Besonderheit: Dies ist auch der ideale Startpunkt, wenn du zur Eckbauerbahn oder zur Partnachklamm möchtest.
- Wichtig: An Veranstaltungstagen (wie dem Neujahrsspringen) ist dieser Parkplatz für die Öffentlichkeit gesperrt oder extrem früh belegt.
Parkplatz am Kainzenbad
Direkt gegenüber dem Stadion, auf der anderen Seite der Bundesstraße, liegt der Parkplatz am Kainzenbad.
- Lage: Nur wenige Gehminuten vom Stadioneingang entfernt.
- Vorteil: Er dient als Ausweichmöglichkeit, wenn der Hauptparkplatz am Stadion voll ist.
Parken am Eisstadion / Wellenbad
Falls es am Stadion zu voll sein sollte, kannst du auf den Parkplatz am Olympia-Eissport-Zentrum und Warmbad Wellenbad ausweichen.
- Anschrift: Am Eisstadion 1, 82467 Garmisch-Partenkirchen.
- Fußweg: Von hier aus läufst du etwa 15 bis 20 Minuten gemütlich durch den Ort bis zur Schanze.
- Vorteil: Dieser Parkplatz ist sehr groß und meistens findest du hier problemlos eine Lücke
Praktische Informationen
Die Große Olympiaschanze befindet sich in unmittelbarer Nähe des Zentrums von Garmisch-Partenkirchen und ist leicht zu erreichen. Die genaue Adresse lautet:
Karl- und Martin-Neuner-Platz, 82467 Garmisch-Partenkirchen
Führungen:
- Jeden Samstag um 15 Uhr das ganze Jahr über, außer in den Zeiten rund um das Neujahrsspringen.
- Zusätzlich von Mai bis Oktober auch Mittwochs um 18 Uhr.
- Sonderführungen sind nach Anfrage ebenfalls möglich.
Besichtigung: Wer es bevorzugt, die Schanze in Eigenregie zu erkunden, kann dies auf einem Rundweg mit Infotafeln tun, die detaillierte Informationen zu den einzelnen Bereichen der Schanze bieten.
Fazit
Die Skisprungschanze in Garmisch-Partenkirchen ist nicht nur ein sportliches Wahrzeichen, sondern auch ein faszinierendes Ausflugsziel für einen Besuch. Sie bietet nicht nur atemberaubende Wettkämpfe, sondern auch spannende Einblicke in die Geschichte des Skispringens und die Technik hinter diesem faszinierenden Sport. Wer die Gelegenheit hat, die Schanze zu besuchen, sollte auf jeden Fall an einer Führung teilnehmen, um diese einzigartige Sportstätte hautnah zu erleben. Besonders für Familien mit Kindern ist ein Ausflug zur Skisprungschanze ein unvergessliches Erlebnis.
Der Parkplatz bei der Skisprungschanze Garmisch-Partenkirchen ist ein perfekter Ausgangspunkt für die beliebte Wanderung zur Partnachklamm. Der Wanderweg zur Partnachklamm ist etwa 2 Kilometer lang und bietet auf den ersten Kilometern einen entspannten Spaziergang. Die Strecke führt durch eine malerische Landschaft und ist auch für Familien mit Kindern gut geeignet. Im Sommer verkehrt zusätzlich eine Pferdekutsche zwischen dem Parkplatz und dem Klammeingang, die dir den Weg abnehmen kann, wenn du keine Lust hast zu Fuß zu gehen. Sobald du die Klamm erreichst, wirst du mit einem der spektakulärsten Naturerlebnisse in der Region belohnt. Die Wanderung durch die Klamm führt dich entlang felsiger Wände, über kleine Brücken und an tosenden Wasserfällen vorbei – ein absolut eindrucksvolles Erlebnis!
–> Partnachklamm
Weiterführende Links
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Häufige Fragen zur Skisprungschanze Garmisch Partenkirchen
Ja, die Skisprungschanze kann besichtigt werden. Es werden regelmäßig Führungen angeboten, bei denen Besucher hinter die Kulissen der Schanze blicken und mehr über die Technik und Geschichte erfahren können.
Führungen auf der Schanze finden jeden Samstag um 15 Uhr statt, das ganze Jahr über (mit Ausnahme rund um das Neujahrsspringen). Zusätzlich gibt es von Mai bis Mitte Oktober jeden Mittwoch um 18 Uhr Führungen.
Der Schanzenkopf, von dem die Athleten abspringen, liegt auf 148 Metern über dem Stadion.
Nein, nur professionelle Skispringer dürfen auf der Olympiaschanze springen. Für Anfänger und Hobby-Skispringer gibt es jedoch kleinere Sprungschanzen in der Umgebung.
Ja, es gibt ausreichend Parkplätze direkt bei der Schanze. Besucher können hier parken und anschließend an den Führungen teilnehmen oder die Schanze auf eigene Faust erkunden.
Die Schanze wurde 1921 erbaut und spielte eine wichtige Rolle bei den Olympischen Winterspielen 1936. Seitdem wurde sie mehrfach umgebaut und modernisiert, zuletzt 2007, um den aktuellen Anforderungen des Skispringens gerecht zu werden.

